Kuno Fischer
Kuno Fischer (1824–1907) war Schüler Johann Eduard Erdmanns und lehrte in Heidelberg und Jena. Seine Geschichte der neuern Philosophie in zehn Bänden ist die einflußreichste philosophiegeschichtliche Darstellung des 19. Jahrhunderts: sie hat mehreren Generationen den Zugang zu Descartes, Spinoza, Leibniz, Kant und Hegel gebahnt.
Fischer gehört zur Mitte der Hegelschen Schule. Er hält am systematischen Anspruch fest, liest Hegel aber von Kant her — die Dialektik gilt ihm als Methode der Darstellung, nicht als Bewegung der Sache selbst.
[Damit bereitet er den Neukantianismus mit vor, gegen den er sich später wandte. Sein Streit mit Adolf Trendelenburg über die Bedeutung der Kantischen Anschauungsformen ist einer der folgenreichsten philosophischen Streitfälle des Jahrhunderts.]
Erwähnt in
Digitalisierte Ausgaben
| Jahr | Titel |
|---|---|
| 1849 | Diotima |
| 1852 | Geschichte der neueren PhilosophieDescartes bis Spinoza 1 |
| 1852 | Logik und Metaphysik oder Wissenschaftslehre |
| 1854 | Die Apologie meiner Lehre |
| 1854 | Geschichte der Neuern Philosophie 1 |
| 1855 | Geschichte der Neuern PhilosophieLeibniz 2 |
| 1856 | Franz Baco von Verulam |
| 1858 | Die Selbstbekenntnisse Schillers |
| 1858 | Schiller als Philosoph |
| 1860 | Friedrich Schiller |
| 1860 | Kant 1 |
| 1860 | Kant 2 |
| 1860 | Kants Leben und die Grundlagen seiner Lehre |
| 1861 | Schiller als Komiker |
| 1862 | Akademische Reden |
| 1867 | Geschichte der neueren PhilosophieLeibniz 2 |
| 1868 | Geschichte der neueren PhilosophieDescartes bis Spinoza 1 |