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Anderes
?- 0 Hegels 'System der Wissenschaft'
- 1 Logik (Wissenschaft des Denkens)
- 2 Natur (Wissenschaft des Materiellen)
- 3 Geist (Wissenschaft des Menschlichen)
- 11 Sein (Unmittelbarkeit, Ontologie)
- 12 Wesen (Vermittlung, Reflexion, Metaphysik)
- 13 Begriff (Selbstvermittlung, klassische Logik, Epistemologie)
- 111 Bestimmtheit (Qualität)
- 112 Größe (Quantität)
- 113 Maß (qualitative Quantität)
- 1111 Unbestimmtes Sein
- 1112 Dasein (bestimmtes Sein)
- 1113 Fürsichsein
- 11121 Dasein als solches
- 11122 Endlichkeit
- 11123 Unendlichkeit
- 111211 Dasein überhaupt
- 111212 Realität und Negation (Qualität)
- 111213 Daseiendes
- 1112131 Etwas
- 1112132 Anderes
- 1112133 Veränderung
Anderes
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Das Andere ist die Bestimmung des Etwas durch Abgrenzung. Etwas ist nur bestimmt durch sein Anderes - nicht als äußerliche Hinzufügung, sondern als konstitutiv. Die Beziehung Etwas/Anderes ist vollkommen symmetrisch: Was für mich Etwas ist, ist für das Andere das Andere, und umgekehrt. Die Bestimmung ist relational, nicht absolut. Hegels Pointe: Etwas kann nicht isoliert gedacht werden - es ist immer schon in Beziehung zum Anderen. Diese wechselseitige Konstitution ist produktiver Zirkel, nicht Fehler. Beispiel: "Ich" bin nur durch Abgrenzung von "Du", "innen" nur durch "außen". Das Andere ist nicht bloß Negation, sondern die erste Form der Relation.
Herkunft: Griech. heteron (das Andere). Platon: to heteron als eines der megista gene (größten Geschlechter). Aristoteles: pros ti (Relation zum Anderen). Hegel radikalisiert: Das Andere ist nicht äußerlich, sondern gehört zur Bestimmung des Etwas selbst.
Bei Hegel: Enz. §92; WdL Bd. 1, Qualität
Siehe auch: Etwas, Bestimmung, Negation, Grenze, Relation, Dasein, Seinslogik