Was neu ist

Diese Seite nennt, was seit der letzten größeren Überarbeitung dazugekommen ist. Ältere Einträge stehen nicht mehr hier — was länger als ein Jahr zurückliegt, ist entweder selbstverständlich geworden oder überholt.

Die dritte Fassung

hegel.net ist neu gebaut worden. Von außen fällt zuerst auf, daß die Seiten schneller laden und auf dem Handy brauchbar sind; das Wesentliche liegt darunter.

Zwei Kommentare zu Hegels Hauptwerken

Ein durchgehender Kommentar zur Logik in achtzehn Kapiteln und einer zur Rechtsphilosophie in neun Teilen. Sie folgen dem Gang der Sache, nicht der Paragraphenzählung, und lassen sich am Stück lesen oder zum Nachschlagen benutzen.

Ein Glossar der Begriffe

268 Einträge erklären, was Hegel unter Aufhebung, Maß oder Wesen versteht — und wo der Begriff in seinen Werken steht. Im Text der Kommentare ist jeder Begriff beim ersten Auftreten verlinkt, erkennbar an einem hochgestellten G.

Wo ein Begriff einem Ort im System entspricht, steht die Erklärung auch unter dem Dreieck selbst.

Die Geschichte der Hegel-Rezeption

257 Artikel von Hegels Tod bis zur Gegenwart: wie seine Schule das Erbe verwaltete und daran zerfiel, wie Marx, Kierkegaard und die analytische Philosophie das System bestritten, wie sein Anspruch nach 1945 wieder aufgenommen wurde. Eine Vorschau auf eine dreibändige Darstellung.

Zur Übersicht.

Seiten zu den Menschen um Hegel

Die Personenseite führt sie alle mit Lebensdaten, ihrer Stellung zu Hegel und ihrem Ort im System — nach Rolle filterbar: Quellen, Zeitgenossen, Schüler, Gegenstand seiner Darstellung und die Autoren dieser Seiten. Wo ein Name im Text vorkommt, führt er beim ersten Auftreten dorthin.

Themen quer zum System

Der Baum ordnet nach dem Begriff, die Werke nach ihrem Gang. Quer dazu stehen die Themen: wer um 1800 in Jena war, wer zum Spinozismusstreit gehörte, welche Aufsätze von der Praxis handeln. Eine Person oder ein Aufsatz kann unter mehreren Themen stehen — das kann ein Baum nicht leisten.

Häufige Fragen

Die FAQ ist erweitert und in sieben Teile gegliedert, die aufeinander folgen und durchblätterbar sind:

  1. Wie fange ich an? — Ausgaben, Reihenfolge, wovon abzuraten ist
  2. Die Logik — Dialektik, Aufhebung, Widerspruch
  3. Die Natur — Naturwissenschaft, Evolution, die Planetenbahnen
  4. Der Geist — Freiheit, Staat, Kunst und Religion
  5. Das System — die drei Kreise, Abgeschlossenheit
  6. Politik und Vorwürfe — Preußen, Totalitarismus, Afrika
  7. Die Wirkung — Marx, Existenzphilosophie, Gegenwart

Jede Antwort nennt die Stelle bei Hegel und, wo es einen gibt, den ausführlichen Artikel.

Querverweise zwischen den Artikeln

Fast dreihundert Verweise verbinden Artikel, die auseinanderliegen und zusammengehören. Sie tragen ein Zeichen dafür, wie sie zusammenhängen — ob der eine auf den anderen wirkt, ob beide dasselbe behandeln, ob sie einander widersprechen. Die Übersicht der Zeichen erklärt sie.

Ebenso wichtig: die Dreiecke selbst tragen jetzt ein Zeichen dafür, wie sie gegliedert sind. Nicht jeder Dreischritt bei Hegel ist derselbe — manche folgen der Begriffsentfaltung, manche einer Zeitfolge, manche ordnen nach Weltgegenden. Das war bisher nur dem zugänglich, der es an den Namen ablas. Die Zeichen machen es sichtbar, und die Ordnungsweisen erklären, was jedes bedeutet.

In allen Sprachen dasselbe Menü

Früher hatte jede Sprachfassung ihr eigenes Menü. Die deutsche hatte die meisten Punkte, die englische die zweitmeisten — aber nicht dieselben: was hier stand, fehlte dort und umgekehrt. Die übrigen Sprachen hatten nur eine kleine Auswahl davon.

Jetzt haben alle im wesentlichen dieselben Einträge. Ausnahmen gibt es nur, wo die Sache selbst sprachgebunden ist: die Hörbücher sind deutsch, das Spiel gibt es nicht auf Niederländisch.

Der Grund ist mehr als Ordnungsliebe. Wer eine Seite in seiner Sprache liest und einen Menüpunkt vermißt, weiß nicht, ob es die Sache nicht gibt oder nur die Übersetzung fehlt. Beides ist eine Auskunft — aber nur die zweite ist wahr, und sie war bisher nicht zu erkennen.

Eine kommentierte Bibliographie zur Logik

Neu ist eine Bibliographie, die nicht aufzählt, sondern beurteilt: was ein Buch behandelt, wo seine Stärke liegt, für wen es taugt und wovon abzuraten ist. Sie umfaßt die Kommentare zur Logik von Erdmann bis Stekeler-Weithofer, die angelsächsische Literatur und die Einführungen.

Aus ihr sind die Empfehlungen in der FAQ gezogen — wer heute zu lesen lohnt und warum.

Beim Abgleich mit unserem Begriffssystem zeigt sich, daß die Bibliographie weiter ist als die Dreiecke: Houlgate, Winfield, Maybee und Iber sind dort besprochen, haben im System aber noch keinen Ort. Das ist Arbeit, die aussteht.

Erweiterungen im System selbst

Die Geschichte des deutschen Idealismus ist präzisiert und erweitert, der Einteilung Johann Eduard Erdmanns folgend — eines Schülers, der Hegels Ordnung kannte und sie für die Zeit nach ihm fortzuschreiben versuchte.

Die Zeit nach Hegel ist neu: Kai Froeb hat sie, gemeinsam mit Claude, aus der Geschichte der Hegelrezeption heraus zu ordnen versucht. Das ist ein Versuch und nicht mehr — an vielen Stellen noch grob, an manchen sicher falsch. Er wird weiter verbessert und ergänzt werden, und Anregungen wie Korrekturen sind ausdrücklich willkommen. In der Naturphilosophie sind die Ergänzungen von 2020 vollständig durchgesehen, berichtigt und erweitert worden:

Alles, was wir hinzugefügt haben und nicht bei Hegel steht, ist in eckigen Klammern kenntlich.

Die Philosophie nach Hegel, neu geordnet

Der Zweig hinter Hegels eigener Philosophiegeschichte hatte eine Gliederung, aber keine Zuordnung: von 542 Kapiteln der Rezeptionsgeschichte hingen 142 an einem einzigen Knoten. Jetzt steht jedes dort, wo es hingehört — oder ausdrücklich nirgends.

Die drei Äste heißen Das Gegebene, Der Verdacht und Die Rückkehr zum Grund. Jeder scheitert an sich selbst, und daraus folgt der nächste: der Positivismus kann sich nicht positivistisch begründen, und wer alles entlarvt, entlarvt auch sich.

Ein Werkstattbericht sagt, wie wir geordnet haben und was offen bleibt — etwa die Lebensphilosophie, für die sich kein Ort fand, der gehalten hätte.

Zwei Exkurse sind vorbereitet, für Fragen, die eine Dreigliederung nicht verträgt: die ideengeschichtlichen Wurzeln des Faschismus und die Hegelianer im Nationalsozialismus. Die Texte dazu folgen.

Die Geschichte nach Hegels Tod

Hegels Weltgeschichte endet mit der Periode des Liberalismus — also mit seiner eigenen Gegenwart. Was danach kam, stand bisher als drei Stichworte da. Jetzt ist es gegliedert:

Jede Epoche hat drei Momente, so dicht wie die Reformation und nicht dichter. Der letzte ist absichtlich leer: Was aussteht. Michelet hat sich erkühnt, die Zukunft zu beschreiben; sie ist anders gekommen.

Ein Werkstattbericht sagt, wie wir geordnet haben und was daran fragwürdig bleibt — vor allem, daß die drei Antworten auf 1914 nebeneinanderstehen, ohne gleichrangig zu sein.

Sechs Stellen verbinden diese Geschichte mit der Philosophie nach Hegel. Die Verweise sagen jeweils, welcher Art die Verbindung ist: derselbe Gegenstand, Vorwegnahme oder Widerstreit. Denn Philosophie und Geschichte stimmen nicht überein, und das ist bei Hegel selbst so.

Was noch kommt

Die Übersetzung in die übrigen zwölf Sprachen. Die Kommentare, das Glossar, die Rezeptionsgeschichte und die Personenseiten liegen bisher nur auf Deutsch vor, einiges auch auf Englisch.

Wer beim Übersetzen helfen oder einen Fehler melden möchte: die Kontaktangaben stehen unter Info.


Ältere Neuigkeiten standen bis August 2026 unter Wege durch die Beiträge und sind dort entfernt worden.