Sein-für-Anderes

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Die Seite, nach der ein Etwas in Beziehung auf anderes steht: seine Wirkung, sein Auftreten, das, was an ihm für andere ist. Ihr Gegenstück ist das An-sich-Sein --- das, was es ist, abgesehen von dieser Beziehung. Hegel setzt beide als die doppelte Natur jedes Etwas: "Die Qualität, indem dies Anderssein ihre eigene Bestimmung, aber zunächst von ihr unterschieden ist, ist Sein-für-Anderes [...] Das Sein der Qualität als solches, gegenüber dieser Beziehung auf Anderes, ist das Ansichsein" (Enz. § 91). Der Punkt ist, dass keines von beiden ohne das andere zu haben ist: "was aber Etwas nur an sich ist, ist auch nur an ihm" (TWA 5, 128). Johann Eduard Erdmann hat darauf hingewiesen, dass die Sprache die Einheit schon kennt: Man sagt von einem Gegenstand, er habe etwas an sich, und meint ebenso sein äußerliches Verhalten wie seinen inneren Wert. Die Spannung treibt weiter --- zu Bestimmung, Beschaffenheit und Schranke. Die Lesart dieses Kommentars: "So bin ich gar nicht" beruft sich auf ein An-sich, das von der Wirkung auf andere unabhängig wäre --- aber an dieses An-sich kommt man nur über Beziehungen, Wirkungen und Scheitern heran. Im Gebrauch ist die Spannung ein Prüfmittel: Wer eine Sache nur nach ihrer Wirkung beurteilt, verliert, was sie sein könnte; wer nur auf ihr An-sich pocht, hat nichts, woran er es zeigen könnte.

Bei Hegel: Enz. §§ 91-92; WdL: TWA 5, 124 ff.

Querverweise: An-sich-Sein; Etwas; Anderes; Bestimmung; Beschaffenheit; Schranke

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