Ding

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Das Ding ist das Einzelne als Träger von Eigenschaften. Das gewöhnliche Denken: "Das Ding hat Eigenschaften" (Substrat-Modell). Hegels Kritik: Wenn man alle Eigenschaften wegnimmt, bleibt nichts übrig. Das Ding ist also nichts anderes als seine Eigenschaften - aber dann gibt es kein Ding mehr, sondern nur das Durcheinander der Eigenschaften (Materie). Die Auflösung des Dings: (1) Ding = Substrat + Eigenschaften (unbefriedigend), (Kap. 2) Ding = Totalität der Eigenschaften (dann kein Ding mehr), (3) Die Wahrheit liegt im Verhältnis: Kraft/Äußerung, dann Inneres/Äußeres. Das Ding wird durchsichtig als Erscheinung des Wesens.

Herkunft: Griech. pragma (Sache, Ding). Kant: Ding an sich (unerkennbar) vs. Erscheinung. Hegel kritisiert: Das Ding an sich ist leere Abstraktion. Das Ding ist Erscheinung - nicht Schein, sondern Manifestation des Wesens.

Bei Hegel: Enz. §125-130; WdL Bd. 2, Erscheinung

Siehe auch: Eigenschaft, Substanz, Akzidenz, Erscheinung, Materie, Wesenslogik

Kommentar zur Wissenschaft der Logik, Kapitel 6

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