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Ganzes und Teile
?- 0 Hegels 'System der Wissenschaft'
- 1 Logik (Wissenschaft des Denkens)
- 2 Natur (Wissenschaft des Materiellen)
- 3 Geist (Wissenschaft des Menschlichen)
- 11 Sein (Unmittelbarkeit, Ontologie)
- 12 Wesen (Vermittlung, Reflexion, Metaphysik)
- 13 Begriff (Selbstvermittlung, klassische Logik, Epistemologie)
- 121 Reflexion des Wesens in sich
- 122 Erscheinung
- 123 Wirklichkeit
- 1221 Existenz
- 1222 Erscheinung als solche
- 1223 Wesentliches Verhältnis
- 12231 Ganzes und Teile
- 12232 Kraft und Äußerung
- 12233 Äußeres und Inneres
Ganzes und Teile
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Das unmittelbarste der wesentlichen Verhältnisse: Der Inhalt ist das Ganze, und er besteht aus Teilen. Beide Seiten sind selbständig und doch nur aneinander, was sie sind: "Sie sind aber nur Teile in ihrer identischen Beziehung aufeinander oder insofern sie zusammengenommen das Ganze ausmachen" (Enz. § 135). Wer die Teile für sich nimmt, hat das Ganze verloren; wer nur das Ganze nimmt, hat keine Teile mehr, sondern eine Masse. Die Grenze des Verhältnisses zeigt sich am Lebendigen. Glieder und Organe sind "nicht bloß als dessen Teile zu betrachten"; zu bloßen Teilen werden sie "erst unter den Händen des Anatomen", der es dann "nicht mehr mit lebenden Körpern, sondern mit Kadavern zu tun hat" (Enz. § 135 Zus.). Das Verhältnis von Ganzem und Teilen ist für den Organismus zu arm und wird in der Logik durch Kraft und Äußerung und schließlich durch Inneres und Äußeres abgelöst. Für die Objektivitätslehre bleibt es als Kennzeichen des Aggregats: Wo ein Ganzes nur die Summe seiner Teile ist, liegt Mechanismus vor.
Bei Hegel: Enz. §§ 135 f. mit Zusatz; TWA 6, 165 ff.
Querverweise: Kraft und Äußerung; Innerlichkeit / Äußerlichkeit (Inneres und Äußeres); Mechanismus; Organismus; Unselbständige Momente