Abstrakt / Konkret

Hegel (Methode)

Abstrakt heißt bei Hegel: einseitig, isoliert, arm an Bestimmungen --- von der Vermittlung ist abgesehen; konkret heißt: reich an Bestimmungen, in seinen Zusammenhängen begriffen (von *concrescere*, zusammenwachsen). Der gewohnte Gegensatz "abstrakt = theoretisch" gegen "konkret = anschaulich" trifft das nicht. Daraus folgt eine Umkehrung des gewohnten Sprachgebrauchs: "Sein" klingt handfest, ist aber die abstrakteste Kategorie; "Begriff" klingt blass, ist aber "das schlechthin Konkrete" (Enz. § 164). Auch ein Allgemeines muss nicht abstrakt sein --- abstrakt wird es erst, wenn man ihm die Bestimmung nimmt, dass es sich besondert.

Nicht gemeint

Nicht das sinnlich Greifbare: "das Sinnlich-Konkrete der Anschauung" ist nach Hegel kein "Konkretes der Vernunft und der Idee" (Enz. § 231 Anm.). Und kein Urteil gegen das Abstrahieren überhaupt: Dem Verstand, der trennt und festhält, muss "sein Recht und sein Verdienst zugestanden werden", denn ohne ihn kommt es "zu keiner Festigkeit und Bestimmtheit" (Enz. § 80 Zus.).

Bei Hegel

Enz. §80 mit Zus. (der Verstand); § 164 (der Begriff als das schlechthin Konkrete); § 231 Anm.

Querverweise

Begriff; Vermittlung; Verstand und Vernunft; Allgemeines

Nicht gemeint

Nicht das sinnlich Greifbare: "das Sinnlich-Konkrete der Anschauung" ist nach Hegel kein "Konkretes der Vernunft und der Idee" (Enz. § 231 Anm.). Und kein Urteil gegen das Abstrahieren überhaupt: Dem Verstand, der trennt und festhält, muss "sein Recht und sein Verdienst zugestanden werden", denn ohne ihn kommt es "zu keiner Festigkeit und Bestimmtheit" (Enz. § 80 Zus.).

In den ersten auflagen

1817 § 14

Im kommentar zu hegels logik

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