Aus-sich-Sein

Unsere Methodik

Das dritte der drei Momente, in die dieser Band die Selbstbeziehung zerlegt; die Dreiheit --- bei sich, für sich, aus sich --- ist unter *Bei-sich-Sein* erklärt. Aus sich ist ein System, sofern es über sich hinausgeht und Neues hervorbringt, ohne seine Identität zu verlieren. Am Lebendigen ist das die Fortpflanzung: Der Einzelne vergeht, die Gattung besteht und entwickelt sich. Gebraucht wird der Ausdruck vor allem, um einen Mangel zu benennen. Dem Erkennen fehlt das Aus-sich-Sein: Ein Forscher erkennt Gesetze und formuliert Theorien --- die Welt bleibt, wie sie ist. Der Kreis schließt sich nicht, weil das Subjekt nicht als verändernde Kraft zurückkehrt (Kap. 17.6a). Das Wollen hat dieses Moment, ihm fehlt dafür das stabile Für-sich-Sein. Die Bezeichnung ist unsere. Hegel gebraucht "aus sich" adverbial --- die Idee entschließt sich, "sich als Natur frei aus sich zu entlassen" (Enz. § 244) ---, bildet daraus aber kein Substantiv.

Bei Hegel

Enz. §§ 216-222 (Leben) und § 244; "aus sich" durchgängig adverbial, nicht als Begriff

Querverweise

Bei-sich-Sein; Für-sich-Sein; Selbstaufhebung; Gattung; Entlassen

In den ersten auflagen

1817 §§ 164-169

Im kommentar zu hegels logik

[[kleine-logik:16.1]], [[kleine-logik:17.6a]]