Bei-sich-Sein

Unsere Methodik

Eines von drei Momenten, in die dieser Band die Selbstbeziehung zerlegt, um Leben, Erkennen und Wollen vergleichen zu können. *Bei-sich-Sein:* Das System gliedert sich, ohne seine Einheit zu verlieren --- am Lebendigen die Selbstdifferenzierung, das Herz, das nur Herz im Organismus ist. *Für-sich-Sein:* Es erhält sich gegen seine Umgebung und durch sie, indem es Fremdes in Eigenes verwandelt --- der Stoffwechsel. *Aus-sich-Sein:* Es geht über sich hinaus und bringt Neues hervor, ohne seine Identität zu verlieren --- die Fortpflanzung. Wozu die Zerlegung dient: Das Leben hat alle drei Momente, Erkennen und Wollen haben je zwei. Dem Erkennen fehlt das Aus-sich-Sein --- es weiß, dass es denkt, kehrt aber nicht als verändernde Kraft zur Welt zurück. Dem Wollen fehlt das stabile Für-sich-Sein. Die Mängel sind komplementär; darum verweisen Erkennen und Wollen aufeinander (Kap. 17.6a). Die drei Ausdrücke sind unsere Bezeichnungen; Hegel gebraucht "Beisichsein" für die Denkbewegung, nicht für das Leben (Enz. § 83). Das Für-sich-Sein dieser Dreiheit ist außerdem nicht dasselbe wie das Fürsichsein der Qualitätslogik --- siehe dort.

Nicht gemeint

Nicht "bei sich sein" im Sinne von bei Bewusstsein oder gefasst. Gemeint ist, dass ein System sich gliedert, ohne seine Einheit zu verlieren --- und der Gebrauch des Ausdrucks für das Lebendige ist unserer, nicht Hegels.

Bei Hegel

Enz. §§ 11, 12, 23, 31 Zus., 83

Querverweise

Aus-sich-Sein; Für-sich-Sein; Selbstbeziehung; Selbstdifferenzierung; Leben

Nicht gemeint

Nicht "bei sich sein" im Sinne von bei Bewusstsein oder gefasst. Gemeint ist, dass ein System sich gliedert, ohne seine Einheit zu verlieren --- und der Gebrauch des Ausdrucks für das Lebendige ist unserer, nicht Hegels.

Im kommentar zu hegels logik

[[kleine-logik:16.1]], [[kleine-logik:17.6a]]