Dialektik
Hegel (Methode)
Das Sichaufheben einer endlichen Bestimmung: Konsequent festgehalten, scheitert sie an sich selbst und geht in ihr Entgegengesetztes über. Hegel: "Das dialektische Moment ist das eigene Sichaufheben solcher endlichen Bestimmungen und ihr Übergehen in ihre entgegengesetzten" (Enz. § 81). Im engeren Sinn ist es das mittlere der drei Momente, die jedes Logische hat, zwischen dem verständigen, das die Bestimmungen festhält, und dem spekulativen, das "das Affirmative" auffasst, "das in ihrer Auflösung und ihrem Übergehen enthalten ist" (Enz. §§ 79-82). Im weiteren Sinn heißt Dialektik der ganze Gang, in dem das Scheitern einer Bestimmung zu einer reicheren nötigt; Hegel nennt das Dialektische "die bewegende Seele des wissenschaftlichen Fortgehens" (§ 81 Anm.). Kein Schema, das man auf einen Stoff legt, sondern der Nachweis an der Bestimmung selbst. Die Lesart dieses Kommentars macht daraus eine Probe: Können Sie das Scheitern einer Bestimmung selbst vollziehen, oder muss Ihnen gesagt werden, dass etwas fehlt (Kap. 3.9c)? Und sie zieht eine Grenze: Die Dialektik zeigt, woran eine Bestimmung scheitert, nicht, was empirisch der Fall ist.
Nicht gemeint
Nicht das Schema These --- Antithese --- Synthese; die Reihe stammt nicht von Hegel. Nicht die "äußere Kunst", durch Willkür Verwirrung und "einen bloßen Schein von Widersprüchen" zu erzeugen, und nicht das "subjektive Schaukelsystem von hin- und herübergehendem Räsonnement" (Enz. § 81 Anm.). Und nicht der Skeptizismus, der bei der bloßen Negation stehenbleibt: "Die Dialektik hat ein positives Resultat, weil sie einen bestimmten Inhalt hat" (Enz. § 82 Anm.).
Herkunft
Bei Kant ist die Dialektik die Lehre vom notwendigen Schein der Vernunft. Hegel kehrt das um: Der Widerspruch zeigt nicht, dass die Vernunft ihr Gebiet überschritten hat, sondern wie eine Bestimmung sich weiterbestimmt.
Bei Hegel
Enz. §§ 79-82, besonders § 81
Querverweise
Aufhebung; Widerspruch; Negation der Negation; Fortgang
Nicht gemeint
Nicht das Schema These --- Antithese --- Synthese; die Reihe stammt nicht von Hegel. Nicht die "äußere Kunst", durch Willkür Verwirrung und "einen bloßen Schein von Widersprüchen" zu erzeugen, und nicht das "subjektive Schaukelsystem von hin- und herübergehendem Räsonnement" (Enz. § 81 Anm.). Und nicht der Skeptizismus, der bei der bloßen Negation stehenbleibt: "Die Dialektik hat ein positives Resultat, weil sie einen bestimmten Inhalt hat" (Enz. § 82 Anm.).
In den ersten auflagen
1817 § 15
Im kommentar zu hegels logik
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