Formale Logik

Allgemein-philosophisch

Die Lehre von der Gültigkeit von Schlüssen unabhängig vom Inhalt, von der aristotelischen Syllogistik bis zur Prädikatenlogik. Hegel kritisiert die Schullogik seiner Zeit, weil sie die Begriffe als fertig hinnimmt. Sein Einwand trifft eine Stelle, an der die formale Logik bewusst etwas weglässt. "Wenn 2+2=5, dann bin ich der Papst" ist wahr, weil die Bedingung falsch ist; von einer Beziehung zwischen Bedingung und Folge ist nicht mehr die Rede. Das ist kein Mangel, sondern der Preis einer Entscheidung mit guten Gründen. An diesem Preis setzt Hegels Schlusslehre an: Ihre Frage ist nicht, ob ein Schluss formal korrekt ist, sondern ob sein Mittelbegriff die Sache trifft. Beide ersetzen einander nicht --- und die Logik, die heute so heißt, hat Hegel nicht gekannt.

Bei Hegel

Enz. §162 Anm., § 181 Anm.

Querverweise

Formalismus; Schluss; Mittelbegriff; Verstand und Vernunft

In den ersten auflagen

1817 §§ 110-111

Im kommentar zu hegels logik

[[kleine-logik:9.4a]], [[kleine-logik:11.8]], [[kleine-logik:11.9a]]