Gesetz
Hegel (Wesenslogik, entwickelte Erscheinung)
Das Gesetz ist die notwendige Beziehung in der Erscheinung - das Beharrende, Wesentliche. Es ist nicht hinter den Phänomenen, sondern deren begriffene Struktur. Beispiel: Naturgesetze (F=ma) formulieren, wie Erscheinungen sich verhalten müssen. Das Gesetz ist der ruhige Inhalt der unruhigen Erscheinung. Aber: Das Gesetz ist nicht starr, sondern Ausdruck der sich manifestierenden Notwendigkeit. Hegels Kritik an bloß empirischen Gesetzen (Hume): Gesetz ist objektive Struktur, nicht subjektive Gewohnheit.
Herkunft
Griech. nomos (Gesetz, Regel). Naturgesetze seit Newton. Kant: Verstand gibt der Natur Gesetze. Hegel: Gesetze sind objektive Vernunftstrukturen der Wirklichkeit selbst.
Bei Hegel
Enz. §138-140; WdL Bd. 2, Erscheinung
Querverweise
Erscheinung · Wesen · Notwendigkeit · Grund · Wesenslogik