Idealismus
Hegel (Kernbegriff)
Idealismus heißt bei Hegel nicht, dass es keine Materie gäbe, sondern dass das Endliche nicht für sich besteht. Was endlich ist, hat seine Wahrheit nicht an ihm selbst --- es ist ideell, Moment eines Ganzen. In diesem Sinn nennt Hegel jede wahrhafte Philosophie Idealismus. Davon zu unterscheiden ist der subjektive Idealismus, gegen den Hegel kämpft: die Auffassung, die Kategorien seien nur unsere Denkformen, während die Welt an sich anders sei. Sein Einwand gegen Kants Ding an sich: Es ist selbst ein Gedanke, "das völlige Abstraktum, das ganz Leere, bestimmt nur noch als Jenseits" (Enz. § 44 Anm.), und ein Inneres, das sich nie äußert, ist nichts Bestimmtes. Die Lesart dieses Kommentars fügt hinzu: Behauptet ist damit nicht, die Wirklichkeit lasse sich aus dem Begriff ableiten (Kap. 20.3).
Nicht gemeint
Nicht der Idealismus des Alltagsgebrauchs, also nicht die Haltung dessen, der hohe Ideale hat und an ihnen festhält. Idealismus heißt bei Hegel die Einsicht, dass das Endliche nicht für sich besteht --- weder eine Gesinnung noch die Leugnung der Materie.
Bei Hegel
"Diese Idealität des Endlichen ist der Hauptsatz der Philosophie, und jede wahrhafte Philosophie ist deswegen Idealismus" (Enz. §95 Anm.).
Querverweise
Idealität; Ding an sich; Erscheinung; Absolute Idee
Nicht gemeint
Nicht der Idealismus des Alltagsgebrauchs, also nicht die Haltung dessen, der hohe Ideale hat und an ihnen festhält. Idealismus heißt bei Hegel die Einsicht, dass das Endliche nicht für sich besteht --- weder eine Gesinnung noch die Leugnung der Materie.
In den ersten auflagen
1817 §§ 47-48
Im kommentar zu hegels logik
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Systematischer ort
1112 --- Sein → Bestimmtheit → Dasein