Ohnmacht der Natur

Hegel (Kernbegriff)

Hegels Ausdruck dafür, dass die Natur die Bestimmungen des Begriffs nicht rein darstellt, sondern ins Zufällige ausläuft. Er steht dort, wo Hegel das Besondere entwickelt: "In der Natur finden sich freilich in einer Gattung mehr als zwei Arten [...]. Es ist dies die Ohnmacht der Natur, die Strenge des Begriffs nicht festhalten und darstellen zu können" (TWA 6, 282). Für die Naturphilosophie folgt daraus eine Grenze der Ableitung: Das Ungehörigste sei, "von dem Begriffe zu verlangen, er solle dergleichen Zufälligkeiten begreifen"; "Spuren der Begriffsbestimmung werden sich allerdings bis in das Partikulärste hinein verfolgen, aber dieses sich nicht durch sie erschöpfen lassen" (Enz. § 250 Anm.). Die Banane oder den Elefanten aus der Logik zu errechnen, hieße genau das verlangen (Kap. 20.1). Die Lesart dieses Kommentars: An derselben Stelle kündigt sich das Freilassen an, mit dem die Logik endet; der Natur ist es "freigegeben, in dieser Verschiedenheit sich zu ergehen" (TWA 6, 282; Kap. 20.1).

Nicht gemeint

Keine Kraftlosigkeit: An Arten und Gestalten bringt die Natur mehr hervor, als der Begriff verlangt. Ohnmächtig ist sie gegenüber der "Strenge des Begriffs" --- ihre Besonderheiten folgen nicht vollständig aus ihm.

Bei Hegel

WdL: TWA 6, 282 (beim Besonderen); Enz. §250 Anm.

Querverweise

Natur; Besonderes; Ableitung; Zufälligkeit; Entlassen

Nicht gemeint

Keine Kraftlosigkeit: An Arten und Gestalten bringt die Natur mehr hervor, als der Begriff verlangt. Ohnmächtig ist sie gegenüber der "Strenge des Begriffs" --- ihre Besonderheiten folgen nicht vollständig aus ihm.

Im kommentar zu hegels logik

[[kleine-logik:9.4a]], [[kleine-logik:20.1]]