Totalität
Hegel (durchgängig, systematisches Prinzip)
Totalität ist die organische Ganzheit, wo jedes Moment durch alle anderen vermittelt ist. Sie ist nicht Summe (äußerliche Vollständigkeit), sondern lebendige Einheit. Die Totalität enthält alle Bestimmungen, aber nicht als tote Liste, sondern als sich selbst entwickelndes System. Beispiel: Organismus als Totalität (jedes Organ funktioniert nur im Ganzen). Logisch: Der vollständige Grund als Totalität seiner Bedingungen. System als Totalität der Kategorien. "Das Wahre ist das Ganze" - aber das Ganze ist prozessual, nicht statisch.
Herkunft
Lat. totalitas (Ganzheit). Aristoteles: to holon (das Ganze) ist mehr als die Summe der Teile. Spinoza: Substanz als absolute Totalität. Kant: Totalität der Bedingungen in der Antinomie. Hegel: Totalität als lebendige, sich entwickelnde Ganzheit.
Bei Hegel
Enz. §146 (Grund); (durchgängig)