Wissenschaft

Hegel (Kernbegriff)

Nicht das Sammeln von Kenntnissen, sondern der gedankliche Nachvollzug einer Einheit, die ihre Unterschiede selbst hervorbringt. Drei Dinge sind damit ausgeschlossen (Kap. 12.2): ein abstraktes Prinzip, das deshalb nichts sagt, weil sich alles darunter bringen lässt; das bloße Aufzählen von Unterschieden; eine Reihe wahrer Einzelurteile ohne Zusammenhang. Im synthetischen Erkennen nennt Hegel drei Tätigkeiten: **Definition** (Was ist es?), **Einteilung** (Welche Arten gibt es?), **Theorem mit Beweis** (Warum ist es so?) (Enz. §§ 229-231). Die Lesart dieses Kommentars ordnet sie den drei Schlussformen zu, dem kategorischen, disjunktiven und hypothetischen Schluss (Kap. 11.9). Die Formen geben an, welche Frage beantwortet wird --- nicht die Antwort: Welche Definition trifft und welcher Grund wirklich trägt, sagt keine Form.

Nicht gemeint

Nicht bloß die empirischen Einzelwissenschaften --- ihnen verdankt die Philosophie nach Hegel ihre Entwicklung (Enz. § 12 Anm.) --- und kein Anspruch, deren Ergebnisse zu ersetzen oder vorwegzunehmen. Nach der Lesart dieses Kommentars gibt die Logik Orientierung und Gliederung, nicht Inhalt (Kap. 20.3a).

Bei Hegel

Enz. §14: "Ein Philosophieren ohne System kann nichts Wissenschaftliches sein."

Querverweise

Systematik; Schluss; Methode; Totalität

Nicht gemeint

Nicht bloß die empirischen Einzelwissenschaften --- ihnen verdankt die Philosophie nach Hegel ihre Entwicklung (Enz. § 12 Anm.) --- und kein Anspruch, deren Ergebnisse zu ersetzen oder vorwegzunehmen. Nach der Lesart dieses Kommentars gibt die Logik Orientierung und Gliederung, nicht Inhalt (Kap. 20.3a).

In den ersten auflagen

1817 § 7

Im kommentar zu hegels logik

[[kleine-logik:11.9]], [[kleine-logik:12.2]]