Karl Friedrich Göschel (1784–1861) entwickelte in den Aphorismen über Nichtwissen und absolutes Wissen im Verhältnisse zur christlichen Glaubenserkenntnis (1829) die spekulativste Anwendung der Hegelschen Logik auf die christliche Dogmatik: der Tod Christi als absolute Negation, die Auferstehung als Negation der Negation, die Gemeinde als Aufhebung der Gegensätze.

Er war kein systematischer Philosoph, sondern ein praktischer Verteidiger Hegels gegen die religiöse Orthodoxie; Hegel schätzte ihn aus politischen, nicht aus philosophischen Gründen. Michelet beschrieb sein „naives Bewusstsein, dass die wissenschaftliche Wahrheit den Inhalt der Vorstellungen ganz unberührt lasse".

Seine Unsterblichkeitslehre und Trinitätsspekulation zeigen die Probleme dogmatischer Hegel-Anwendung in Reinform: was bei Hegel Formen des Denkens sind, werden zu objektiven Realitäten.

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3323 Christentum (absolute Religionen) Gott zu wissen = Gott zu sein ?

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