Was haben wir erreicht?
Wir haben die drei Grundkategorien der Objektbeschreibung entwickelt:
| Kategorie | Frage | Charakter | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Qualität | Was ist es? | Bestimmtheit = Sein | Wasser ≠ Eis |
| Quantität | Wie viel? | Bestimmtheit ≠ Sein | 5 Liter oder 6 — beides Wasser |
| Maß | Wann kippt es? | Qualität + Quantität | 100°C: Wasser -> Dampf |
Vier Textbeurteilungskriterien lassen sich aus der Seinslogik selbst ableiten: (1) Übergang: Folgt das Nächste aus dem Vorherigen? (2) Bestimmtheit: Sind Begriffe konkret oder leer? (3) Grenze: Werden Grenzen der eigenen Position erkannt? (4) Maß: Stimmt das Verhältnis Abstraktion/Konkretion? Die Selbstanwendung auf den eigenen Kommentar zeigt: Alle vier Kriterien sind erfüllt, aber nie vollkommen — die Seinslogik macht ihre eigene Endlichkeit transparent.
Stärken der Seinslogik: (1) Systematische Integration — verbindet qualitative und quantitative Aspekte, statt sie als getrennte Welten zu behandeln. (2) Entwicklungsfähigkeit — integriert Einwände statt sie abzuwehren; das System wächst an seinen Kritikern. (3) Reflexivität — Selbstanwendung führt zu Vertiefung, nicht zu Widerspruch. (4) Praktische Relevanz — expliziert implizite Strukturen unseres alltäglichen Denkens.