Rückblick: Die Logik als Krisentheorie
Die Logik ist keine harmonische Totalarchitektur, in der alles zusammenpasst. Sie ist eine Theorie notwendiger Krisen: Jede Gestalt zerbricht an dem, was sie selbst setzt — und gerade dadurch nötigt sie zur nächsten.
| Teil | Was gesetzt wird | Woran es scheitert | Was daraus folgt |
|---|---|---|---|
| Sein | Unmittelbarkeit | Unmittelbarkeit ist vermittelt | -> Wesen |
| Wesen | Vermittlung | Vermittlung setzt Selbstbeziehung voraus | -> Begriff |
| Begriff | Selbstbeziehung | Selbstbeziehung braucht Konkretheit (Natur, Du) | -> Realphilosophie |
Die Logik zeigt nicht, wie alles zusammenpasst, sondern warum jede Passform wieder auseinanderfällt — und was daraus folgt. Das ist kein Defekt, sondern die Produktivität des Denkens: Fortschritt durch Scheitern.