13331
Unendliche Form
?- 0 Hegels 'System der Wissenschaft'
- 1 Logik (Wissenschaft des Denkens)
- 2 Natur (Wissenschaft des Materiellen)
- 3 Geist (Wissenschaft des Menschlichen)
- 11 Sein (Unmittelbarkeit, Ontologie)
- 12 Wesen (Vermittlung, Reflexion, Metaphysik)
- 13 Begriff (Selbstvermittlung, klassische Logik, Epistemologie)
- 131 Subjektivität (formeller Begriff)
- 132 Objektivität (reeller Begriff)
- 133 Die Idee (adäquater Begriff, Selbstzweck)
- 1331 Das Leben
- 1332 Endliches Erkennen
- 1333 Absolute Idee (Methode)
- 13331 Unendliche Form
- 13332 Momente
- 13333 System
Form
Zur Glossarübersicht · ↑ Seitenanfang
Nicht die äußere Gestalt, sondern die Weise, wie ein Inhalt strukturiert ist. Hegel hält fest, "daß der Inhalt nicht formlos ist, sondern ebensowohl die Form in ihm selbst hat, als sie ihm ein Äußerliches ist" (Enz. § 133 Anm.). Die Form ist verdoppelt: in sich reflektiert ist sie der Inhalt selbst, nicht in sich reflektiert "die äußerliche, dem Inhalte gleichgültige Existenz" (ebd.). Beide schlagen ineinander um: Der Inhalt ist "nichts als das Umschlagen der Form in Inhalt, und die Form nichts als Umschlagen des Inhalts in Form" (ebd.). Die Lesart dieses Kommentars ordnet das Verhältnis in drei Stufen: Erst erscheint die Form dem Inhalt aufgeprägt, als sei sie ein Behälter für beliebiges Material; dann entsprechen sich beide; schließlich gibt der Inhalt sich seine Form selbst. Daraus folgt für sie, dass sich Sache und Darstellung nicht bequem trennen lassen: Wie eine Wahrheit gesucht wird, gehört zu dem, was gefunden werden kann (Kap. 6.4). Die Grenze: Nicht jede Form folgt aus ihrem Inhalt; wo sie es nicht tut, liegt der Fall vor, den Hegel formell nennt.
Herkunft: Bei Aristoteles verwirklicht die Form den Stoff, bei Kant ist sie die Bedingung, unter der ein Gegenstand erscheinen kann. Bei Hegel wird sie zum tätigen Prinzip.
Bei Hegel: Enz. §§ 133-134
Querverweise: Inhalt; Materie; Formell; Begriff