System

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Ein Ganzes, dessen Glieder ihre Stelle nicht durch die Anordnung des Darstellenden haben, sondern durch das, was vorher entwickelt wurde. Hegels Anspruch ist hart formuliert: "Ein Philosophieren ohne System kann nichts Wissenschaftliches sein" (Enz. § 14). Der Grund steht dabei: Ein Inhalt habe "allein als Moment des Ganzen seine Rechtfertigung". Gegen das Missverständnis, ein System sei eine Philosophie von einem beschränkten Prinzip, setzt Hegel die Gestalt des Kreises von Kreisen: Jeder Teil ist in sich Totalität und durchbricht gerade darum die Schranke seines Elements (§ 15). Woran Sie ein System von einem Aggregat unterscheiden: Eine Sammlung lässt sich umstellen, ohne dass etwas verlorengeht. Weiterführung: Der Kommentar gebraucht das Wort noch in einer zweiten, engeren Bedeutung, die er von Johannes Heinrichs übernimmt: das System als verfestigte Struktur im Gegensatz zum Vollzug. Beide sind nach der Folgerung dieses Kommentars keine Gegensätze, sondern Weisen, in denen dieselbe Struktur erscheint (Kap. 12a). Dazu eine Warnung: Systeme in diesem Sinn sind Ermöglichungsbedingungen für die Selbstbeziehung von Subjekten, nicht selbst Subjekte (Kap. 16.2).

Bei Hegel: Enz. §§ 14-15

Querverweise: Systematik; Totalität; Kreislauf; Wissenschaft; Geschlossenheit / Offenheit

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