Anschauung

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Das unmittelbare Aufnehmen eines Gegenstandes, wie er da ist, vor jeder Zergliederung. Als Vermögen des endlichen Geistes gehört die Anschauung in die Philosophie des Geistes (Enz. Bd. 3, §§ 446-450); eine Kategorie der Logik ist sie nicht. In der Logik gebraucht Hegel das Wort für eine Weise der Idee: Sie ist "das ewige Anschauen ihrer selbst im Anderen" (Enz. § 214), und am Ende heißt es von ihr: "nach dieser ihrer Einheit mit sich betrachtet, ist sie Anschauen; und die anschauende Idee Natur" (Enz. § 244). Als Anschauen ist sie dabei "in einseitiger Bestimmung der Unmittelbarkeit oder Negation durch äußerliche Reflexion gesetzt" (ebd.). Die Lesart dieses Kommentars: Gemeint ist die Form, in der die Idee ihr Anderes hat, ohne es zu durchdringen --- sie lässt es sein, statt es zu begreifen, und entlässt es darum frei als Natur (Kap. 15a, 20.1).

Bei Hegel: Enz. §§ 214, 244; § 86 Anm.; für das Vermögen Enz. Bd. 3, §§ 446-450

Querverweise: Entlassen; Idee; Natur; Vorstellung

Kommentar zum subjektiven Geist: I.1 Zugang

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