Mittel

Hegel (Begriffslogik, Teleologie)

Das Mittel ist das Vermittlungsglied zwischen Zweck und Resultat. In der Teleologie: Zweck setzt Mittel ein, um sich zu realisieren. Das Mittel ist zweideutig: (1) Dienend - wird vom Zweck benutzt, (Kap. 2) Selbständig - hat eigene Gesetze (Mechanik, Chemismus). Die List der Vernunft: Der Zweck lässt das Mittel die Arbeit tun und erhält sich dabei. Beispiel: Werkzeug (Hammer) als Mittel zwischen Absicht (Nagel einschlagen) und Resultat (Nagel im Holz). Das Mittel ist objektiver als der subjektive Zweck: Es bleibt, während Zwecke wechseln. Die dialektische Pointe: Das Mittel ist nicht bloß passiv, sondern zeigt die Objektivität, die der Zweck anerkennen muss.

Herkunft

Griech. organon (Werkzeug). Aristoteles: Die vier Ursachen (causa instrumentalis). Kant: Mittel-Zweck-Rationalität. Hegel: Das Mittel zeigt die List der Vernunft - der Geist arbeitet durch Objektivität.

Bei Hegel

Enz. §207-210; WdL Bd. 2, Teleologie