Kritische Reflexion zu Kapitel 2
Die Quantitätslehre wirkt oft trocken, ist aber die Basis jeder Wissenschaft, die messen will. Sie lehrt zweierlei: Das „Wieviel" (Evidenzmenge) hat eine eigene logische Dignität — wer zu wenig Daten hat, kann nicht urteilen. Aber es kann niemals das „Was" (Wahrheitsgehalt) ersetzen. Der moderne „Daten-Fetischismus" — Big Data als Wahrheitsgarant, Korrelation als Kausalitätsersatz — ist ein Rückfall in die reine Quantität, der die qualitative Dimension des Verstehens vergisst. Die Seinslogik zeigt: Quantität ohne Qualität ist blind, Qualität ohne Quantität ist leer.