Indifferenz

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Gleichgültigkeit oder Ununterschiedenheit. Der Ausdruck bezeichnet bei Hegel Verschiedenes, je nach Stelle. 1. <strong>Absolute Indifferenz</strong> (Seinslogik, Ende der Maßlehre, Kap. 3.8) — der Umschlagpunkt zur Wesenslogik. Die Reihe der Maße bringt ein Substrat hervor, das sich gegen seine einzelnen Maßbestimmungen gleichgültig verhält: in allen dasselbe, in keiner erschöpft. Damit ist kein weiteres Maß erreicht, sondern das, <em>woran</em> die Maße Maße sind — das erste Gesetzte, und damit der Eintritt in die Wesenslogik. 2. <strong>Gleichgültigkeit der Quantität</strong> (Kap. 2) — die Bestimmtheit ist der Sache gleichgültig geworden; darauf beruht die Mathematisierbarkeit. 3. <strong>Indifferenz im Mechanismus</strong> (Kap. 14.2) — die Objekte bleiben in der Wechselwirkung innerlich unverändert; im Chemismus wird sie durch Affinität aufgehoben (Kap. 15.1).

Herkunft: Gleichgültigkeit; Maß; Mechanismus; Chemismus; Unterschied

Bei Hegel: WdL Bd. 1 (absolute Indifferenz, Ende der Maßlehre); Enz. §115 (Wesen)

Siehe auch: Maß, Maßloses, Wesen, Mechanismus

Kommentar zur Wissenschaft der Logik, Kapitel 3

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