Dasein, Etwas und Anderes

Das Resultat des in sich kollabierten Werdens ist das Dasein — „Sein, das geworden ist". Die Unruhe hat sich gelegt, wir haben eine erste Stabilität. Dasein ist Sein mit einer Bestimmtheit (Qualität). Diese Bestimmtheit ist „eingebaut": Das Dasein hat das Nicht-Sein in sich aufgenommen.

Dasein konkretisiert sich als Etwas. Aber ein Etwas ist nur definierbar durch das, was es nicht ist — das Andere. Das Andere ist nicht nur extern (ein zweiter Gegenstand), sondern konstitutiv für das Etwas. Ohne das Andere wäre das Etwas wieder das unbestimmte Sein. Bemerken Sie die performative Bewegung: Sie versuchen, das Etwas festzuhalten, werden aber sofort auf seine Grenze und damit auf das Andere verwiesen. Etwas und Anderes sind völlig symmetrisch und relational — Bestimmung ist wechselseitige Konstitution, kein einseitiges Setzen.