An-sich-Sein und Sein-für-Anderes --- Die doppelte Natur jedes Etwas
Wozu brauche ich das? Was hier logisch entwickelt wird, kehrt in der Wahrheitssuche als Erfahrung wieder: Die Bestimmtheit einer Sache zeigt sich an dem, was ihr widersteht — [[wahrheit:11]] (optional) entwickelt das als Auflösung des Streits zwischen Kohärenz und Korrespondenz, [[wahrheit:11a]] (optional) zeigt, wie verschieden der Widerstand sich meldet.
Jeder Mensch, jede Sache hat zwei Seiten: Was sie „an sich" ist (ihre innere Natur) und wie sie „für anderes" erscheint (ihre Wirkung, ihr Ruf, ihr Bild). Sie kennen das: „So bin ich gar nicht" sagt jemand, der anders wahrgenommen wird, als er sich fühlt. Aber: Wir kommen an das „An-sich" nur durch das „Für-Anderes" heran. Ich erfahre, wer ich bin, erst durch meine Beziehungen, meine Wirkungen, mein Scheitern. Wenn das Ansichsein vollständig durch das Sein-für-Anderes vermittelt ist — ist es dann überhaupt noch „an sich"? Diese Spannung ist nicht auflösbar, sondern produktiv: Sie treibt das Denken weiter.