Die drei Momente des Zwecks

Moment Beschreibung Beispiel (Hausbau) Ebenen
Subjektiver Zweck Idee, noch nicht realisiert „Ich will ein Haus bauen" Natur: Attraktoren; Leben: Trieb, Hunger; Geist: bewusster Plan
Mittel Zweck objektiviert sich im Werkzeug Ziegel, Werkzeuge, Arbeiter Natur: Naturgesetze; Leben: Organe, Instinkte; Geist: Technologie
Realisierter Zweck Idee und Wirklichkeit vereint Das fertige Haus Natur: stabiler Zustand; Leben: Sättigung; Geist: vollendetes Werk

Hegels Pointe über das Mittel: „Der Pflug ist ehrenvoller als die Genüsse." Das Mittel ist dauerhafter als der realisierte Zweck — die Pflugschare überdauern die Ernten, die sie ermöglichten. Das Werkzeug bewahrt den menschlichen Zweck über den einzelnen Gebrauch hinaus. Der Mangel des Mittels: Es ist widerständig — der Hammer hat sein Gewicht, das Holz seine Maserung. Der Zweck muss die Eigenlogik des Mittels respektieren.

Was hier als logische Struktur erscheint, ist zugleich die Grundform menschlicher Arbeit: Wer arbeitet, setzt sich einen Zweck, wählt Mittel und verändert dabei drei Naturen zugleich — die äußere Natur, die Gesellschaft, und sich selbst. [[kapitalismus-einfuehrung:2]] (optional) entwickelt das ohne logische Voraussetzungen. Und weil das Mittel dauerhafter ist als der einzelne Zweck, wird es zum Träger von Geschichte: Werkzeuge, Verfahren und Institutionen überliefern Zwecksetzungen, die niemand mehr eigens beabsichtigt.