System und Vollzug --- Heinrichs' Doppelperspektive im Detail
| Form | Als System | Als Vollzug |
|---|---|---|
| Mechanismus | Maschine, Behörde, Infrastruktur | Routine, Transport, Regelausführung |
| Chemismus | Ökosystem, Markt, soziales Netzwerk | Reaktion, Tausch, Dialog |
| Teleologie | Organismus, Organisation, Projekt | Handeln, Arbeiten, Planen |
Wer ein System verändern will, muss beide Seiten im Blick haben. Nur die Struktur ändern (neue Organigramme) reicht nicht — auch der Vollzug muss sich ändern (neue Praktiken). Und umgekehrt: Nur das Verhalten ändern wollen, ohne die Strukturen anzutasten, bleibt wirkungslos.
Stekeler liest die Objektivitätslehre handlungstheoretisch — nicht als Naturstufen, sondern als Erklärungsformen:
| Form | Stekelers Lesart | Unsere Erweiterung |
|---|---|---|
| Mechanismus | Regelgeleitetes Handeln ohne Verstehen | Auch vorsprachliche Strukturen |
| Chemismus | Logik personaler Rollen (Vater/Kind, Käufer/Verkäufer) | Auch vorsprachliche Affinitäten |
| Teleologie | Logik der Arbeit und des Werkzeugs | Auch unbewusste Zielgerichtetheit (Attraktoren) |
Wo wir übereinstimmen: Stekelers Ent-Ontologisierung ist wertvoll — die Formen sind logische Strukturen, keine naiven „Naturstufen". Wo wir erweitern: Stekelers Fokus auf sprachlich vermittelte Praktiken ist einseitig. Auch vorsprachliche Wesen zeigen diese Strukturen — die Sprache ist entscheidend für die volle Form, aber nicht für jede.