Kommentar zu Hegel und Marx, Kapitel 24

5. Die Position: die Form ohne die Substanz

Damit lässt sich sagen, was von Marx zu nehmen ist. Die Formanalyse in ihrer ganzen Schärfe: dass hinter dem, was sich als Eigenschaft von Dingen darstellt, ein gesellschaftliches Verhältnis steht; dass die Bewegung vom Geld zum mehr Geld ihre eigene Logik hat und gegen den Inhalt gleichgültig ist; dass die Aneignung durch die Rechtsform hindurchgeht und nicht gegen sie; dass das Ganze als System wechselseitiger Voraussetzungen arbeitet, in dem eine Störung sich fortpflanzt.

Nicht zu nehmen ist die Substanz, aus der der Wert bestehen soll. Was an ihre Stelle tritt, ist keine Abschwächung. Es ist die Bestimmung des Werts als rechtlich verfasster Form — und diese Bestimmung erklärt, was die Substanzfassung nie erklären konnte: Dienstleistungen, geistiges Eigentum, Bodenrente, Markenökonomie, die Preise in einer Wirtschaft, deren Knappheiten hergestellt sind.

Das ist Aufhebung im genauen Sinn. Bewahrt wird, dass gesellschaftlicher Reichtum durch tätige Menschen entsteht und dass menschliche Arbeit darin eine eigene Stellung hat. Überwunden wird die Fassung, in der der Wert als Menge in den Produkten steckt. Auf eine höhere Stufe gehoben wird das Ganze durch die rechtliche Konstitution, die die alte Fassung als Sonderfall enthält.